Wolfsmanagement

Michael Ohlhoff · Wildlife Consultant

Veröffentlichungen

Fachartikel, Buchbeiträge und Berichte. Volltexte als PDF, soweit die Rechteinhaber zugestimmt haben.

Fachartikel

Waidgerechtigkeit am Limit – Der Wolf und die Jagd in Deutschland zwischen Schutzauftrag und Jagdpraxis

Ohlhoff, M. (2026): Waidgerechtigkeit am Limit – Der Wolf und die Jagd in Deutschland zwischen Schutzauftrag und Jagdpraxis. Jagdwirt-Alumni, 21.03.2026 (online).

Warum Wolfsmonitoring so wichtig ist

Ohlhoff, M. (2025): Warum Wolfsmonitoring so wichtig ist. JAGD IN BAYERN 11/2025, S. 16–21.

Rückblick Wolfsschulung

Ohlhoff, M. (2025): Rückblick Wolfsschulung. JAGD IN BAYERN 11/2025, S. 52–53.

Hundearbeit im Wandel: Der Wolf als neuer Mitspieler bei Gesellschaftsjagden

Ohlhoff, M. (2025): Hundearbeit im Wandel: Der Wolf als neuer Mitspieler bei Gesellschaftsjagden. JAGD IN BAYERN 9/2025, S. 18–21.

Wolfsfährte – Seine Fährte und Trittsiegel

Ohlhoff, M. (2024): Wolfsfährte – Seine Fährte und Trittsiegel. JAGD IN BAYERN 11/2024, S. 64–67.

Wolfriss! Ja! Nein! Vielleicht?!

Ohlhoff, M. (2024): Wolfriss! Ja! Nein! Vielleicht?! Die steirische Jägerin, Ausgabe Herbst 2024 (Jubiläumsausgabe 10 Jahre), S. 42 ff.

Risse identifizieren

Ohlhoff, M. (2024): Risse identifizieren. JAGD IN BAYERN 3/2024, S. 52–55.

Bücher und Buchbeiträge

Erscheint Dezember 2026

Aversive Konditionierung – Wolf (Canis lupus)

Wildtiermanagement und Mensch-Wolf-Konflikte: Der gezielte Einsatz von Paintball-Markierern als Instrument der Vergrämung.
Ohlhoff, M. (2026). Mit einem Beitrag zur Rechtslage von Monika B. Hähn, Rechtsanwältin und Notarin, Lübbecke. Bear Family Records, 270 S. ISBN 978-3-89916-713-9.

Berichte und Gutachten

Morphologische und dentale Altersdiagnostik beim Wolf (Canis lupus)

Ohlhoff, M. (2026): Morphologische und dentale Altersdiagnostik beim Wolf (Canis lupus) – Möglichkeiten und Grenzen der feldpraktischen Differenzierung biologischer Altersklassen. Facharbeit, Mai 2026. Datengrundlage: 72 Totfunde aus Niedersachsen (2015–2020). Nur für autorisierte Wolfsberaterinnen und Wolfsberater.

Abstract (DE)

Die Altersklassifikation tot aufgefundener und erlegter Wölfe (Canis lupus) besitzt eine zentrale Bedeutung für Wolfsmonitoring, Populationsmanagement und wildbiologische Forschung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Bewertung feldpraktisch nutzbarer morphologischer und dentaler Merkmale zur Differenzierung juveniler, subadulter und adulter Tiere.

Grundlage bilden morphometrische Daten von n = 72 Totfunden aus Niedersachsen aus den Jahren 2015 bis 2020. Die morphometrischen Daten zeigen Überschneidungen zwischen subadulten und adulten Individuen. Körpermaße wie Gewicht, Halsumfang oder Kopf-Rumpf-Länge besitzen daher lediglich orientierende Aussagekraft.

Die höchste diagnostische Sicherheit liefern dentale Verfahren wie die Zementannulation sowie bildgebende Untersuchungen der Pulpahöhle und des Pulpakanals der Canini. Morphometrische Daten können die Altersklassifikation unterstützen, ersetzen jedoch keine belastbare dentale Altersdiagnostik.

Abstract (EN)

Age classification of wolves (Canis lupus) found dead or legally killed is of central importance for wolf monitoring, population management and wildlife research. This study evaluates morphological and dental characteristics that can be used in the field to distinguish juvenile, subadult and adult animals.

It is based on morphometric data from n = 72 dead wolves recovered in Lower Saxony between 2015 and 2020. The morphometric data show overlap between subadult and adult individuals. Body measurements such as weight, neck circumference or head-body length therefore provide only indicative information.

The highest diagnostic certainty is provided by dental methods such as cementum annulation and by imaging of the pulp cavity and root canal of the canines. Morphometric data can support age classification but cannot replace reliable dental age determination.

Zahnentnahme zur Altersbestimmung beim Wolf (Canis lupus)

Ohlhoff, M. (2026): Zahnentnahme zur Altersbestimmung beim Wolf (Canis lupus) – Durchführung, rechtlicher Rahmen und methodische Einordnung. Arbeitspapier (Entwurf), Version 4.01, Stand 10.04.2026.

Abstract (DE)

Die zuverlässige Altersbestimmung beim Wolf (Canis lupus) stellt eine zentrale Voraussetzung für belastbares Monitoring und fundiertes Populationsmanagement dar. Äußere Merkmale wie Zahnabrieb oder Körperkondition erlauben lediglich grobe Schätzungen und sind nicht geeignet, exakte Altersangaben zu liefern (Habermehl, 1985; Drechsler, 1988).

Als derzeit einzig belastbare Methode gilt die Analyse der Wachstumslinien im Zahnzement (Zementannulation). Die zugrunde liegenden periodischen Ablagerungen erlauben eine annähernd jahresgenaue Altersbestimmung, wobei eine enge Korrelation zwischen Linienzahl und chronologischem Alter nachgewiesen ist (Jankauskas et al., 2004). Gleichzeitig zeigt sich, dass die Genauigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt und Abweichungen im Bereich mehrerer Jahre auftreten können (Bojarun et al., 2004).

Die Altersbestimmung mittels Zementannulation erfolgt in Europa derzeit überwiegend an Eckzähnen (Canini, C1). Diese haben sich in der Praxis etabliert, da sie aufgrund ihrer Größe und ausgeprägten Zementstruktur eine gute Ablesbarkeit der Annuli ermöglichen.

Die Wahl dieses Zahntyps ist jedoch nicht primär das Ergebnis einer systematischen vergleichenden Validierung, sondern historisch und organisatorisch bedingt: In vielen europäischen Monitoringprogrammen standen die untersuchten Individuen im Eigentum staatlicher Stellen, sodass invasive Probenentnahmen – einschließlich der Extraktion der Canini – ohne Rücksicht auf präparatorische oder vermögensrechtliche Interessen erfolgen konnten.

Unter veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere bei Einbindung des Jagdrechts und der Eigentumsrechte des Jagdausübungsberechtigten, ist diese Praxis kritisch zu hinterfragen. Weniger invasive Alternativen wie die Entnahme des ersten Prämolaren (P1) wurden bislang kaum systematisch geprüft und nicht als Standard etabliert.

Die vorliegenden Erkenntnisse verdeutlichen, dass die methodische Zuverlässigkeit weniger vom gewählten Zahntyp als vielmehr von der Standardisierung der Auswertung und der Erfahrung des Untersuchers abhängt (Landon et al., 1998). Vor diesem Hintergrund kommt der praktischen Umsetzung besondere Bedeutung zu. Die Entnahme des P1 stellt einen technisch einfachen und substanzschonenden Eingriff dar, der im Gegensatz zu anderen Zahntypen keine relevante Beschädigung des Schädels verursacht und damit die vermögensrechtlichen Interessen des Jagdausübungsberechtigten wahrt. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für die Akzeptanz der Probengewinnung in der jagdlichen Praxis.

Mit der Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz im Jahr 2026 und dem fortbestehenden Schutzstatus nach Anhang V der FFH-Richtlinie ergibt sich zudem ein klarer rechtlicher Rahmen für die Probenentnahme. Die Altersbestimmung gewinnt damit zusätzlich an Bedeutung, da sie eine zentrale Grundlage für die Bewertung des Erhaltungszustands und für Managemententscheidungen darstellt.

Zusammenfassend ist die Zementannulationsanalyse ein geeignetes Verfahren. Ihr praktischer Nutzen liegt weniger in der exakten Altersangabe als in der zuverlässigen Einordnung von Individuen in funktionale Altersklassen. Voraussetzung dafür sind standardisierte Auswertungsverfahren, eine fundierte Schulung der Anwender sowie eine konsequent substanzschonende Probenentnahme.

Abstract (EN)

Reliable age determination in the wolf (Canis lupus) is a key prerequisite for robust monitoring and sound population management. External characteristics such as tooth wear or body condition allow only rough estimates and are not suitable for determining exact age (Habermehl, 1985; Drechsler, 1988).

The analysis of growth lines in the dental cementum (cementum annulation) is currently regarded as the only reliable method. The underlying periodic deposits allow age to be determined almost to the year, and a close correlation between the number of lines and chronological age has been demonstrated (Jankauskas et al., 2004). At the same time, accuracy decreases with increasing age, and deviations of several years can occur (Bojarun et al., 2004).

In Europe, age determination by cementum annulation is currently carried out mainly on canine teeth (C1). These have become established in practice because their size and pronounced cementum structure make the annuli easy to read.

However, the choice of this tooth type is not primarily the result of systematic comparative validation but has historical and organisational reasons: in many European monitoring programmes, the animals examined were owned by state authorities, so invasive sampling – including extraction of the canines – could be carried out without regard to taxidermy or property interests.

Under changed legal conditions, in particular where hunting law and the property rights of the hunting rights holder apply, this practice should be critically reviewed. Less invasive alternatives such as extracting the first premolar (P1) have so far hardly been tested systematically and have not been established as a standard.

The available evidence shows that methodological reliability depends less on the tooth type chosen than on standardised evaluation and the examiner’s experience (Landon et al., 1998). Against this background, practical implementation is of particular importance. Extracting the P1 is a technically simple, minimally invasive procedure that, unlike other tooth types, causes no relevant damage to the skull and thus protects the property interests of the hunting rights holder. This is a decisive prerequisite for the acceptance of sampling in hunting practice.

With the inclusion of the wolf in the Federal Hunting Act (Bundesjagdgesetz) in 2026 and its continued protected status under Annex V of the Habitats Directive, there is also a clear legal framework for sampling. Age determination thus gains additional importance, as it is a central basis for assessing conservation status and for management decisions.

In summary, cementum annulation analysis is a suitable method. Its practical value lies less in determining exact age than in reliably assigning individuals to functional age classes. This requires standardised evaluation procedures, thorough training of users and consistently minimally invasive sampling.

Einsatz von Gummimunition im Kaliber 12/70

Ohlhoff, M. (2026): Einsatz von Gummimunition im Kaliber 12/70 – Praxistest zur Vergrämung von Wölfen (Canis lupus). Technische und praktische Bewertung von Rubber-Baton-Vollgummigeschossen und Rubber-Buckshot-Gummischroten. Bericht, LIFE WILD WOLF (LIFE21-NAT-IT-LIFE WILD WOLF/101074417), Ahlerstedt, März 2026, Version 3.01.

Abstract (DE)

Im Rahmen des EU-Projekts LIFE WILD WOLF wurde in einem Praxistest geprüft, ob Less-Lethal-Munition im Kaliber 12/70 aus handelsüblichen Jagdflinten für eine kontrollierte und tierschutzgerechte Vergrämung von Wölfen geeignet ist. Getestet wurden Vollgummigeschosse (Rubber Baton) und Gummischrot (Rubber Buckshot) mit fünf Schützinnen und Schützen und fünf Jagdflinten auf Silhouettenscheiben und ballistische Gelatine. Diese Munition wurde ursprünglich für polizeiliche Einsätze gegen Personen entwickelt, nicht für präzise Schüsse.

Ergebnis: Beide Munitionsarten sind für die Wolfsvergrämung ungeeignet. Der angestrebte Trefferbereich an der Hinterhand (etwa 20 × 20 cm) war mit Vollgummigeschossen auf 30 m nur noch zufällig, mit Gummischrot bereits ab etwa 10 m nicht mehr kontrolliert zu treffen. Hinzu kommen ein hohes Verletzungsrisiko im Nahbereich, starke Windempfindlichkeit, Gummiablagerungen im Lauf bis hin zu einem steckengebliebenen Geschoss sowie ein sehr begrenztes Marktangebot. Als praktikablere nicht-letale Alternative werden Paintball-Markierer empfohlen, wie sie unter anderem im Wolfsmanagement des Yellowstone-Nationalparks eingesetzt wurden.

Abstract (EN)

As part of the EU project LIFE WILD WOLF, a field test examined whether less-lethal 12-gauge ammunition fired from standard hunting shotguns is suitable for controlled and humane hazing of wolves. Rubber slugs (rubber baton) and rubber buckshot were tested by five shooters using five shotguns on silhouette targets and ballistic gelatine. This ammunition was originally developed for police use against people, not for precision shooting.

Result: neither type of ammunition is suitable for hazing wolves. The intended target area on the hindquarters (about 20 × 20 cm) could only be hit by chance with rubber slugs at 30 m and could no longer be hit in a controlled way with rubber buckshot from about 10 m. Further problems were a high risk of injury at close range, strong sensitivity to wind, rubber deposits in the barrel – in one case a projectile lodged in the barrel – and a very limited range of products on the market. Paintball markers, as used in wolf management in Yellowstone National Park among others, are recommended as a more practicable non-lethal alternative.

Politische Verantwortung im Wolfsmanagement

Ohlhoff, M. (2026): Politische Verantwortung im Wolfsmanagement – Haftungsrisiken, Ansprüche und Anforderungen an Jagdpraxis, Verwaltung und Wissenschaft. Behördliche Überwachung und verpflichtende Schulung der Jagdscheininhaber – im Vergleich zu Schweden, Norwegen und der Schweiz. Leitfaden, Version 7.02, März 2026.

Abstract (DE)

Die vorliegende Arbeit untersucht die Voraussetzungen, Risiken und Anforderungen für ein regional differenziertes Wolfsmanagement in Deutschland. Grundlage ist die vergleichende Betrachtung internationaler Modelle in Schweden, Norwegen und der Schweiz, wo Wolfsentnahmen seit Jahren Bestandteil des Wildtiermanagements sind. Im Fokus stehen Rechtssicherheit, Tierschutz, Artenschutz, Transparenz sowie die institutionelle und jagdpraktische Umsetzbarkeit. Zentrale Aspekte sind die Sicherstellung eines lückenlosen behördlichen Monitorings, die behördliche Überwachung der zu entnehmenden Tiere, die verpflichtende Schulung der Jagdscheininhaber sowie die Organisation spezialisierter Nachsucheteams. Fehlende Strukturen bergen erhebliche Haftungs- und Versicherungsrisiken für Behörden und Jäger.

Die Ergebnisse zeigen, dass ohne klare gesetzliche Regelungen, transparente Verfahren und eine konsequente Aufgabenteilung zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Jägerschaft ein solches Management in Deutschland nicht tragfähig wäre. Die praktische Umsetzung muss zudem zwischen regulärer Bestandsregulierung und der gezielten Entnahme von Problemwölfen unterscheiden. Letztere betrifft Tiere mit nachgewiesenem schadenstiftendem oder auffälligem Verhalten und erfordert ein beschleunigtes, behördlich geführtes Verfahren nach dem Vorbild Schwedens und der Schweiz.

Nur ein System, das auf behördlicher Kontrolle, verpflichtender Ausbildung, lückenloser Dokumentation und klarer Aufgabenverteilung zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Jägerschaft beruht, kann den hohen Anforderungen an Rechtssicherheit, Artenschutz, Tierschutz und gesellschaftliche Akzeptanz gerecht werden.

Abstract (EN)

This work examines the prerequisites, risks, and requirements for implementing a regionally differentiated wolf management system in Germany. The analysis draws on international models from Sweden, Norway, and Switzerland, where wolf removals have long been part of wildlife management. The core issues addressed include legal certainty, animal welfare, transparency, and the practical as well as institutional feasibility of implementation. Key aspects are the governmental monitoring of wolf packs designated for removal, mandatory training for licensed hunters, the establishment of comprehensive monitoring systems, and the organization of specialized tracking teams. The absence of such structures entails significant liability and insurance risks for both hunters and authorities. The findings demonstrate that without clear legal frameworks, transparent procedures, and a strict division of responsibilities between administration, hunting associations, and science, such a management system cannot be sustainably implemented in Germany.

Leitfaden Totfund Wolf

Ohlhoff, M. & Kruse, U. (2024): Leitfaden Totfund Wolf – Administrative Vorgehensweise und Vermessung von toten Wölfen als Wolfsberater/in des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dezember 2024, Version 1.04 vom 20.03.2025.

Abstract (DE)

Der Leitfaden beschreibt die administrative und praktische Vorgehensweise beim Totfund eines Wolfes und dient Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern des NLWKN als Orientierungshilfe. Behandelt werden persönliche Schutzausrüstung und Ausrüstung, die Prüfung vor Ort, ob es sich um einen Wolf handelt, die Fundortaufnahme, Besonderheiten an Autobahnen, Bahnstrecken und Bundeswehrstandorten, stark verweste Kadaver, das Vorgehen bei Verdacht auf eine Straftat sowie die Kommunikation mit NLWKN, Unterer Naturschutzbehörde, Veterinäramt, Jagdbehörde und Jagdausübungsberechtigten.

Den Schwerpunkt bildet die standardisierte Dokumentation des Fundes: Übersichtsaufnahmen, Geschlechtsbestimmung, Altersschätzung anhand des Zahnstatus (Welpen mit ca. 4, 7 und 10 Monaten, subadult oder adult), die Erhebung der Körpermaße (u. a. Gewicht, Kopf-Rumpf-Länge, Widerristhöhe, Hals- und Brustumfang) sowie die Erfassung phänotypischer Merkmale wie Fellfärbung, Sattelfleck und Vorderbeinstreifen. Abschließend werden die genetische Probennahme (Muskelgewebe, Haare, Zahn, Knochen, Mundschleimhaut und Blut) und die fotografische Dokumentation erläutert; ein Totfundprotokoll ist als Anlage beigefügt.

Abstract (EN)

This guide describes the administrative and practical procedure for dealing with a dead wolf and serves as orientation for the wolf advisors of the Lower Saxony State Agency for Water Management, Coastal and Nature Conservation (NLWKN). It covers personal protective equipment and field equipment, on-site verification that the animal is a wolf, recording the find site, special cases on motorways, railway lines and military sites, heavily decomposed carcasses, the procedure when a criminal offence is suspected, and communication with the NLWKN, the lower nature conservation authority, the veterinary office, the hunting authority and the hunting rights holder.

The main focus is the standardised documentation of the find: overview photographs, sex determination, age estimation based on dentition (pups of about 4, 7 and 10 months, subadult or adult), body measurements (including weight, head-body length, shoulder height, neck and chest circumference) and the recording of phenotypic characteristics such as coat colour, saddle patch and foreleg stripes. Finally, genetic sampling (muscle tissue, hair, tooth, bone, oral mucosa and blood) and photographic documentation are explained; a carcass recording form is attached.

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